IRMA BUCHER

1964, Horw

Nach der Matura am Gymnasium in Luzern arbeitete sie als Steinbildhauerin und schloss die Kunstgewerbeschule in Bern ab. Sie zeigte ihre Werke in Gruppen- und Einzelausstellungen in der Schweiz und in Deutschland. Gegenwärtig widmet sie sich vor allem der Gestaltung von Figuren (insbesondere Köpfen), unter Verwendung verschiedener Steinarten. In der Arena präsentiert sie zwei Steinfiguren, eine aus Gneis aus dem Maggiatal und die andere aus Schiefer, mit dem Titel “L’incontro”, im Dorf zwei Köpfe zum Thema “Persona che pensa”.

www.irmabucher.ch

1944-2022, Maggia

Neben seinem Beruf als Dekorateur betätigte er sich schon früh als Künstler. In den 1970er Jahren entschied er sich endgültig für die informell materische Kunst und befasste sich intensiv mit der bäuerlichen Kultur. Unter seinen zahlreichen Ausstellungen sind jene in Venedig besonders hervorzuheben, insbesondere Mnemosine per Venezia. Er war auch Dozent und Direktor der Pinacoteca di Casa Rusca in Locarno. Vierundzwanzig seiner Votivbilder sind in dem Oratorium des Dorfes zu sehen.

www.pierrecase.ch

PIERRE CASÈ

NINO DOBORJGINIDZE

1972, Locarno

Nino Doborjginidze wurde in Tiflis (Georgien) geboren, wo sie ihr Studium an der Akademie der Bildenden Künste im Fachbereich Malerei abschloss. Danach setzte sie ihre Ausbildung an der Kunstakademie in Wien fort, lebte zeitweise in New York und eröffnete 2001 gemeinsam mit ihrem Ehemann Pascal Murer das Atelier Vedo Arte in Locarno. Sie beschäftigt sich mit Malerei, Objektkunst, Videokunst und Fotografie und hat in der Schweiz, in Italien und in Österreich ausgestellt. In der Arena präsentiert sie “L’albero dei desideri”.

1979, Lugano

Nach seinem Abschluss in Malerei und Kupferstich an der Akademie der Bildenden Künste in Como zog er für fünf Jahre nach Paris, wo er im Atelier Contrepoint künstlerisch tätig war. 2010 kehrte er nach Lugano zurück, wo er lebt und arbeitet. In Foroglio präsentiert er an einer Wand der Osteria alpina ein geometrisches Geflecht aus photolumineszierenden Schnüren, die sich der Herausforderung des Tages und der Nacht stellen.

www.alexdorici.ch

ALEX DORICI

IVANA GALLI

1968, Venezia

Ivana Galli ist Fotografin, betätigt sich aber auch in verschiedenen kulturellen Bereichen wie Musik und Theater und als Veranstalterin. In der Arena präsentiert sie fünf Säulen ihres Projekts “Fundamenta 187 (Un bosco narrativo)”. Damit erinnert sie an den tragischen Abend des 12. Novembers 2019, den Abend des Hochwassers, als eine aussergewöhnliche Flutwelle genau 187 Zentimeter hoch stieg und Zerstörung in die Lagunenstadt brachte. Sie hat Hunderte von “überfluteten” Büchern gerettet, und diese Seiten, die eigentlich verloren und zur Vernichtung bestimmt waren, sind zu Skulpturen geworden, die nach oben blicken und mit den Millionen von Pfählen zu kommunizieren scheinen, die in die Lagune gerammt sind, um Venedig zu stützen.

www.ivanagalli.it

1950, Giubiasco

Peppo Facchini war als Manager in bedeutenden Unternehmen tätig und widmet sich seit seiner Pensionierung wieder der Bildhauerei und Malerei. Facchini – Künstlername Virgil – präsentiert in der Arena “Re-birth (Re-bird)”, eine Skulptur aus Peccia-Marmor, Cortenstahl und Kupferdraht. Nach der Überschwemmung von 2024, die das obere Maggiatal verwüstet hat, soll dieses Werk ein Zeichen der Wiedergeburt sein: eine mineralische Auferstehung, zerbrechlich, aber stabil. Der Titel “Re-birth” ist ein Wortspiel zwischen den beiden englischen Wörtern “Re-birth” und “Re-bird” und erinnert an den Phönix, das universelle Symbol für Erneuerung nach der Zerstörung. Die Skulptur versteht sich als stille Erinnerung und als Aufruf zur Hoffnung für das Bavona- und das Lavizzaratal und deren Bewohner und Besucher. Sie ist ein Zeichen des Dialogs zwischen der Arena Settembrini und der Zivilgesellschaft.

PEPPO FACCHINI

KARIM FORLIN

1977, Locarno

Nach einer Ausbildung in Landschaftsarchitektur schloss er 2009 sein Studium an der Haute École d’art et de design de Genève (HEAD) ab. Er arbeitet mit der Erinnerung und mit Experimenten und verschmilzt archaische Formen mit Zeichen der aktuellen visuellen Kultur zu einem vielschichtigen und modularen Werk. Er lebt und arbeitet in Genf und Locarno, wo er geboren wurde. In der Arena präsentiert er die Installation “Non avere macigni sul cuore” und im Dorf “Pietra blu”, mit einem Stein, der aus dem Erdrutsch von Fontana stammt.

www.karimforlin.ch

1950, Bülach

Ausbildung zum Bildhauer an der Kunstgewerbeschule in Zürich. Seit 1979 hat er ein eigenes Atelier in Bülach, in dem sich seine kreative Sprache zu einer konkret-konstruktiven Kunst entwickelt hat. Neben seiner Arbeit als Künstler und den Ausstellungen in der Schweiz und im Ausland hat er auch unterrichtet. In der Arena präsentiert er zwei geometrische Skulpturen aus der Serie “L’incontro”.

www.ueligantner.ch

UELI GANTNER

PAOLO GRASSI

1959, Losone

Der ausgebildete Grafiker besass früher ein eigenes Atelier. Er verfügt über Erfahrungen in den Bereichen Design, Fotografie und Konzeptkunst. Als Bildhauer hat er an verschiedenen Ausstellungen teilgenommen. In der Arena präsentiert er zwei ‘numerische’ Skulpturen: “Marilena” und “Cube 77”. Im Dorf sind drei von Zahlen inspirierte Stelen von ihm zu sehen.

www.paolograssi.com

1957, Immensee

Nach einer ersten Ausbildung zum Schriftsetzer absolvierte er verschiedene Ausbildungen und Weiterbildungen an der Schule für Gestaltung in Zürich. Von 1992 bis 2016 war er als freischaffender Künstler und visueller Gestalter ebenfalls in Zürich tätig. Er arbeitet auf verschiedenen Ebenen, wobei er von Themen wie Licht, Zeit, Raum und Transparenz ausgeht. Er schafft Werke aus Glas, Holz und Metall. Er hat sein Schaffen an mehrere Ausstellungen in der Schweiz und im Ausland gezeigt. In der Arena präsentiert er das Werk “Verletzt”.

www.kunst.habermacher.ch

RENÉ HABERMACHER

BULENT INCIR

1976, Locarno

Er hat an verschiedenen Ausstellungen teilgenommen und sich durch die Originalität seiner Werke ausgezeichnet. Diese bestehen oft aus recycelten Gegenständen, die eigentlich für einen anderen Gebrauch bestimmt waren, bewusst vergängliche Werke, dazu bestimmt zu verschwinden, sobald sie ihre Funktion erfüllt haben. In der Arena präsentiert er eine Säule mit dem Titel: “Dischi per freni”.

1978, Berlino

Sie wurde in Ljubljana geboren, studierte in Rom, sowie an der Akademie für Bildende Künste in Venedig und an der Kunsthochschule Weissensee in Berlin. Sie erforscht den Dialog zwischen Materie, Raum und Erinnerung mittels einer Sprache, die die Ästhetik des Brutalismus mit einem minimalistischen und zeitgenössischen Ansatz verbindet. Ihre Werke, die sich durch monumentale Kraft und Reduktion auf das Wesentliche auszeichnen, vermitteln eine dynamische Spannung zwischen Schwere und Leichtigkeit, zwischen Festigkeit und Bewegung. In der Arena Settembrini präsentiert sie “Monument P3” aus Cristallina-Marmor, Beton und Stahl.

www.zorajankovic.com

ZORA JANKOVIC

CHRISTINE LIFART

1961, Mergoscia

Autodidaktische Bildhauerin. Ihre Werkstoffe sind Stein und Holz. Sie nimmt an Ausstellungen und Symposien teil, in deren Verlauf sie spontan entstehende Werke schafft, aufgrund des Dialogs und der Interaktion zwischen Ort, Natur und Menschen. Sie arbeitet auch mit anderen natürlichen Materialien. In der Arena präsentiert sie eine ortsspezifische Arbeit mit dem Titel: “Ascolta e vivi la sinfonia del luogo”, während sie im Dorf eine Holzskulptur mit dem Titel “Altare numero 3” ausstellt.

1955, Locarno

Er bildete sich an der Accademia di Brera und an der Universität Kassel zum Bildhauer aus und lebte anschliessend lange Zeit in Pietrasanta. In Italien und Deutschland war sein Schaffen in zahlreichen bedeutenden Gruppen- und Einzelausstellungen zu sehen. Er lebt und arbeitet im Tessin. In der Arena präsentiert er das Werk “Per la pace”, das den Kontrast zwischen Gross und Klein aufgreift: ein gros grosses unregelmässiges Fünfeck, gekrönt von den für ihn typischen Bronzefiguren. Im Dorf ist hingegen eine Bronzekugel mit dem Titel “Terra vista dallo spazio” zu sehen.

www.steffluethi.ch

STEFF LÜTHI

ANDREA MARICONTI

1978, Lodi

Bildhauer, Maler und Bühnenbildner. Studium an der Accademia di Brera. 2005 wirkte er an der Realisierung der Dauerinstallation “I sette palazzi celesti” von Anselm Kiefer im Pirelli Hangar Bicocca mit. Inhaber des Lehrstuhls für Malerei an der Accademia Santa Giulia in Brescia. Seine Werke waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Italien und anderen Ländern zu sehen. In der Arena präsentiert er zwei Skulpturen – “Neuma VI und Neuma VII” – Werke aus Bronze mit Wachsausschmelzung, Unikate, die von der archetypischen Form der Glocke ausgehen (“Bronze ist ein Material, das seit jeher mit dem Menschen und seiner Anthropologie verbunden ist”). Maricontis bildhauerisches Schaffen konzentriert sich hier darauf, den Klang der Form unterzuordnen, da jeder Eingriff auf der Oberfläche eine Veränderung des Klangs bewirkt. Im Dorf wird hingegen “Frammento”, eine Bronzeskulptur mit Wachsausschmelzung zu sehen sein.

www.andreamariconti.com

1966, Locarno

Nach seinem Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien folgte eine intensive Ausstellungstätigkeit. 2001 zog er nach Locarno, wo er hauptberuflich als Künstler arbeitet und das Atelier Vedo Arte gegründet hat. Er kann auf eine bedeutende Anzahl von Ausstellungen zurückblicken und arbeitet bevorzugt mit Holz und Bronze. In der Arena präsentiert er “Infinito” (einen grossen Bronzering) und “Quintetto di colonnine” (aus Lärchenholz). Im Dorf sind die Bronzeskulptur “Sole”, “La ballerina” (ebenfalls aus Bronze) und “Copie di vita”, drei schwarz-weisse Holzsäulen, zu sehen. Zusammen mit den Musikern Gabriele Pezzoli und Sheldon Suter hat er anlässlich der Vernissage am 30. Mai 2026 die Performance “Musica e fuoco al crepuscolo (Terra Madre)” gestaltet.

www.pascalmurer.ch

PASCAL MURER

NICCOLÒ NENCIONI

1994, Volterra

Studium an den Kunstakademien von Carrara und Bologna. Sein Schaffen reicht von der traditionellen Bildhauerei bis hin zur Verwendung neuer, natürlicher, künstlicher und recycelter Materialien. Er hat an verschiedenen künstlerischen Initiativen in Italien und in anderen Ländern teilgenommen. In der Arena präsentiert er eine “Composizione” aus Alabasteramphoren und “Orecchie sul masso” (Nachbildungen unseres Gehörorgans aus Harz, gemischt mit Alabasterpulver).

(1947), Tremona

Die Keramikerin und Bildhauerin begann nach einer langen Ausbildung in ihrem Atelier in Tremona zu arbeiten. Sie hat in zahlreichen europäischen Ländern, aber auch in China, Japan und den Vereinigten Staaten ausgestellt. Zudem hat sie Lyrik- und Prosabände verfasst und damit ihren Lebensweg mit dem ihrer Mutter, einer Schriftstellerin, und ihres Vaters, eines Bildhauers, verknüpft. In der Arena präsentiert sie “Racconto”, eine Spirale aus farbigen Keramikelementen, und im Dorf drei ebenfalls aus Keramik gefertigte Stelen: “Dal silenzio il corallo”, “Notturno” und “Racconto”.

www.petraweiss.ch

PETRA WEISS

HANSPETER WESPI

1953, Mergoscia

Hanspeter Wespi wurde in St. Gallen geboren und ist ausgebildeter Architekt sowie ein vielseitiger Künstler. Er hat an verschiedenen Gruppen- und Einzelausstellungen teilgenommen. Sein Motto lautet: “Im Augenblick, im Atem, im Fluss der Zeit arbeiten”. In der Arena präsentiert er eine eigens für diesen Ort geschaffene Installation mit dem Titel “Ti penso”. Sie erinnert an die fast neunzig Todesopfer, die die grossen Wasserkraftprojekte der 1950er- und 1960er-Jahre im Maggiatal gefordert haben. Für jedes Opfer ein im Wald gefundener Stein, Vor- und Nachname, geschrieben auf grauem Karton.

www.hanspeterwespi.ch